Polar RS300X – das Achilles-Armband

Seit über zwei Jahren habe ich nun die Polar RS300X (in orange – auch wenn der Verkäufer mir erklärte, dass diese Farbe ja eher von Frauen gekauft wird). Diesen Laufcomputer verwende ich regelmäßig für’s Lauftraining und habe damit auch einige Wettkämpfe bestritten (meist 10km-Läufe, wenige 15km-Strecken und ein Halbmarathon) und trage das gute Stück auch als Armbanduhr den Rest des Tages.

Nach dem Kauf dauerte es nicht lange, bis ich erste Beschädigungen am Armband entdeckte. Genau an der Stelle, an der die Dorn-Schließe bei meinem Handgelenksumfang typischerweise auf dem Armband liegt, waren vom Loch ausgehend nach links und rechts erste Risse im Plastik zu sehen. Und da das Armband neben der zentralen Lochreihe auch links und rechts davon mit Schlitzen versehen war (das sieht man hier auf dem Bild sehr gut), konnte ich absehen, dass mir das Armband bald auseinandergeht.

Da ich die Uhr noch kein Jahr im Einsatz hatte, wurde mir das Band (d.h. das komplette Uhrengehäuse, da aus einem Stück gefertigt) anstandslos (und kostenfrei) vom Verkäufer ersetzt, allerdings musste ich ein paar Wochen darauf warten, da sie die Reparatur auch nicht selbst vornehmen, sondern zu Polar einschicken. In der Zeit habe ich dann ohne Laufcomputer trainiert bzw. an Rennen teilgenommen (ja, geht auch).

Was mir gleich auffiel: die runderneuerte Uhr war mit einem anderen Typ Armband versehen: die Schlitze im Band waren weg, es war nun nur noch durch die Lochreihe im schwarzen Streifen durchbrochen (siehe auch auf den Abbildungen hier). Offensichtlich war ich nicht der einzige mit Problemen, so dass Polar das was geändert hat. Nach einem knappen weiteren Trainingsjahr war dann die Batterie am Ende (knapp zwei Jahre hatte ich den kleinen Helfer nun – ich weiß, offensichtlich zu wenig trainiert, der Hersteller gibt ein Jahr Batterielebensdauer an :)) und ich bin wieder los zum Verkäufer, der die Uhr wiederum einschickte. Dabei boten sie mir einen Ersatzcomputer an, den ich aber dankend ablehnte.

Als ich dann, wieder nach ein paar Wochen (erinnere mich nicht mehr genau, aber müssen so drei Wochen gewesen sein), die RS300 zurückbekam, hatte Polar auch gleich das Armband mit getauscht – ich hatte allerdings auch darauf hingewiesen, dass wieder Risse zu sehen waren, trotz geänderter Armbandaufmachung. Der Batteriewechsel (inklusive Wartung) schlug allerdings mit 25 EUR zu Buche – auch nicht ganz billig!

Das war im Mai. Und nach weniger als einem halben Jahr später war das Armband wieder angerissen, aber diesmal ist es am Ende ganz abgerissen. Und nicht einmal durch mechanische Belastung, sondern ich fand, nachdem ich sie über Nacht am Arm gelassen hatte, die Uhr am nächsten Morgen in meinem Bett wieder. Also zum dritten Mal, Uhr zum Verkäufer gebracht und eingeschickt. Und ich warte seit nun seit 2 Wochen darauf, dass sie zurückkommt. Diesmal habe ich mir eine Ersatzuhr (Polar FT10?) geben lassen – leider kein spezieller Laufcomputer, kann also nicht mit meinem Laufsensor für die Geschwindigkeits- und Streckenmessung zusammenarbeiten, aber immerhin  mit meinem Pulsgurt kompatibel.

Den Hardtwaldlauf heute habe ich also nach Puls gelaufen und ganz ordentlich hinter mich gebracht. Aber was mache ich nun mit der RS300X? Muss ich die im 6-Monats-Takt zur Wartung bringen und dann immer wieder 3 Wochen 2,5 Wochen ohne oder mit Ersatzgerät laufen?

Anscheinend ist das ein echtes Problem dieses Modells, wie verschiedene  Blogbeiträge  bzw. Amazon-Rezensionen berichten.

Edit 21.10.12: die RS300X ist wieder zurück! Nach etwas mehr als 2 Wochen bekam ich letzten Montag den Anruf vom Verkäufer, dass ich die Uhr abholen könnte. Nur ein Werktag früher und ich hätte sie gleich beim Hardtwaldlauf einsetzen können.

Polar hat das Armband kostenfrei ersetzt – super! 🙂

 

 

 

2 Gedanken zu „Polar RS300X – das Achilles-Armband

  1. Pingback: Batteriewechsel Polar RS300X - einschicken zu Polar oder wie sonst?

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